11b, 2. Schulaufgabe aus dem Deutschen am 30.01.2006


Literarische Erörterung

zu Schillers "Die Räuber"

Aufgabe:

Bearbeiten Sie eines der folgenden Themen in Form einer literarischen Erörterung. Halten Sie sich dabei an die in der Schule besprochene und geübte Form der Erörterung. Die Arbeitszeit beträgt 155 Minuten (07:50 – 10:25 Uhr).

Viel Erfolg!



Themen:

  1. „Der Text wird stark eingedampft und mit allerlei Zeitbezügen („Du bist Deutschland“) ausgestattet. Aber er bleibt stark – in seinem unhaltbaren Gang in den Untergang. Die Brüder Mohr entscheiden sich – jeder für sich und jeder aus eigenem Antrieb – für das Böse, das sämtliche Protagonisten und sämtliche Handlung infiziert. Der Terror der Macht trifft auf den Terror der Ohnmacht, beides versinkt in der Blindwütigkeit des eigenen, reichlich eitlen Rechtsanspruchs. Dabei, zeit Schiller, zeigt Schmidleitner, kann keiner Recht haben, der Unrecht tut. Das ist immer so. Das ist bei den Mohrs genau so wie in Palästina, im Sturm und Drang wie im Sturm auf Bagdad.“ (Straubinger Tagblatt, 3.1.2006). Kann, darf, soll man Schiller modernisieren?

  2. Karl von Mohr im 1. Akt, 2. Szene der „Räuber“ (Hamburger Lesehefte Verlag S. 15-17, Zeile 15): Erörtern Sie, ob Karl eine typische Figur des Sturm und Drangs ist!

  3. Im Programmheft der Nürnberger Inszenierung der „Räuber“ steht folgendes Zitat von Heiner Müller: „Die heile Welt ist das letzte(!); es gibt kein Leben ohne kaputtes Leben. Da freut man sich über jeden sterbenden Baum, weil er beweist, dass es noch Leben gibt. Wenn ich morgens Müsli esse, will ich mich eine Stunde später erschießen. Da trinke ich lieber Benzin zum Frühstück und esse gierig ein blutiges Steak dazu.“ Erörtern Sie, ob es zu Recht ein Werk des Sturm und Drangs illustriert!



Erwartungshorizont