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Pfeife rauchen ist nichts für kleine Kinder
(Bildgeschichte)
An einem nebligen, regnerischen Nachmittag im September las Herr Huber in einem gemütlichen Ohrenbackensessel seine Zeitung, während Fritz, sein zehnjähriger Sohn, in seinem Zimmer hockte und sich langweilte. Nach einiger Zeit kam Fritzchen die Idee, Vaters Pfeife auszuprobieren, da er die coolen Jungs in seiner Schule immer rauchen sah.
Er schlich sich auf leisen Sohlen in die Küche und holte sich die altgediente, braune Holzpfeife seines Vaters. Verstohlen drückte er sich ins Wohnzimmer und ließ sich hinter Herrn Hubers bequemem Sessel nieder. Dort wollte er die Pfeife unbemerkt anzünden. Der Vater jedoch bemerkte das verdächtige Treiben Fritzchens und blickte sich staunend und dann leicht verärgert um. Sofort durchschaute er seinen Sprössling und heckte nun seinerseits einen Plan aus, um ihm eins auszuwischen. Er beschloss, ihn zu ignorieren, bis er von selber aufgab. Mittlerweile glomm der Tabak un dicker Rauch quoll auf dem Pfeifenkopf hervor. Fritzchen stellte sich frech neben seinen Papa und schmauchte betont genüßlich an dem duftenden Mundstück. Herr Huber jedoch hielt sich die Zeitung vors Gesicht und tat so, als ob er Fritzchen nicht bemerkte. Dieser dachte sich jedoch: „Dich kriege ich schon noch. Du musst mich einfach bemerken!“, und stellte sich auf die andere Seite des Sessels. Doch auch da prangte ihm die aufgeschlagene Zeitung entgegen, sodass der Blick seines Vaters nicht auf ihn fiel. Nocheinmal wechselte der Pfeife rauchende Dreikäsehoch den Platz, doch wiederum ohne Erfolg. Allmählich wurde ihm mulmig im Bauch. Der dicke Rauch stieg ihm zu Kopf, so dass ihm merkwürdig schwummerig im Kopf wurde. Und auch sein Magen begann zu rebellieren. Herr Huber dachte sich: „Lange kann es nicht mehr dauern!“ Ein weiteres Mal sog Fritz trotzig den Rauch ein, der ihm nun spürbar zusetzte. Plötzlich brach ihm kalter Schweiß aus. Er fühlte sich, als hätte er lauter quakende Frösche im Bauch, die sich unaufhaltsam einen Weg nach draußen suchten. Da konnte er nicht mehr anders. Schnell legte er die Pfeife in Vaters Schoß und eilte in Richtung Toilette davon. Dabei hielt er sich vorsorglich die Hose hinten fest. Herr Huber hatte nun endlich die Zeitung beiseite gedreht und blickte seinem Sohn verschmitzt nach.
Als Fritzchen nach einer Weile zurückkam, saß sein Vater gemütlich sein Pfeifchen genießend da. „Was war denn?“, wollte er scheinheilig wissen. Der Junge, immer noch leicht grün im Gesicht, gestand: „Jetzt weiß ich, warum ich nicht rauchen soll. So schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt.“ „Nun, wenn dir das eine Lehre ist,“ entgegnete Herr Huber, „dann will ich dir auch nicht böse deswegen sein.“ Und dann unternahmen sie gemeinsam einen Spaziergang an der frischen Luft.